GRÜNE in Lauffen

Vergabe der Verkehrsrechte auf der Frankenbahn

Landespolitiker Daniel Renkonen: Besseres Zugangebot für weniger Geld auf der Frankenbahn

 

Neuer Verkehrsvertrag ist ein Quantensprung für die Bahnkunden zwischen Stuttgart und Heilbronn 

 

Bietigheim-Bissingen, 16.11.2015

„Mit so einem hervorragenden Ausschreibungsergebnis haben wir nicht gerechnet", kommentiert Daniel Renkonen die Vergabe des künftigen Zugangebots von und nach Stuttgart. „Zu den großen Gewinnern gehören auch die Bahnkunden auf der Strecke Stuttgart-Mannheim, also der Neckartalstrecke, weil sie ab dem Jahr 2019 ein besseres Zugangebot und moderne, barrierefreie Fahrzeuge nutzen können.“ Das "altbackene" Wagenmaterial mit den rund 40 Jahre alten Silberlingen der Deutschen Bahn wird im gesamten Regionalverkehr komplett ausgemustert. Stattdessen werden vollklimatisierte Wagen im Landesdesign mit kostenlosem W-LAN-Anschluss und behindertengerechten Toiletten eingesetzt.

 

Dazu verkehrt die Frankenbahn zwischen Stuttgart und Würzburg mit Halt in Bietigheim-Bissingen und Besigheim ab dem Jahr 2019 im Stundentakt. Bislang fahren die Züge alle zwei Stunden. Auch auf den anderen Strecken wie von Stuttgart nach Pforzheim, Karlsruhe oder nach Mannheim kommt es zu Taktverdichtungen. „Davon erhoffen wir uns, dass mehr Menschen vom Auto auf die Bahnen umsteigen", sagt der Verkehrspolitiker Renkonen.

 

Als „Sensation" bezeichnet der Grünen-Politiker das Aus für die Deutsche Bahn (DB) im Vergaberennen. Sie hatte einen schweren Formfehler begangen und wurde vom Wettbewerb disqualifiziert.

Der Grünen-Politiker Renkonen fühlt sich durch die Ausschreibungsergebnisse in seiner Position bestätigt, dass die CDU-geführte Vorgängerregierung über ein Jahrzehnt völlig überhöhte Trassenpreise an die Bahnunternehmen bezahlt hat. Durch die neue Vergabe werden landesweit rund eine Milliarde Euro über die gesamte Vertragslaufzeit gespart werden.

 

Positive Signale für die Zabergäubahn

Verkehrsminister Hermann unterstützt Inbetriebnahme der Bahnstrecke – nun sind Kommunen und der Landkreis Heilbronn am Zug

 

Mit der Zabergäubahn, die von Lauffen am Neckar nach Leonbronn führt, gibt es im Landkreis Heilbronn das Potenzial einer erheblichen Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs und dadurch des Mobilitätsangebots für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis Heilbronn. Für eine Reaktivierung dieser Schienenstrecke wird sich das Verkehrsministerium stark machen, wie Minister Winfried Hermann in einem Schreiben an den Grünen Verkehrspolitiker Daniel Renkonen auf Anfrage mitteilte. Zwar seien sämtliche in Frage kommenden Förderprogramme bis 2019 ausgeschöpft, danach sehe man gute Chancen für das Projekt.

 

Laut Hermann sei die unabdingbare Voraussetzung für eine Wiederinbetriebnahme, dass der Bund das Bundes-Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) über das Jahr 2019 hinaus verlängere, wofür sich das Verkehrsministerium einsetze, betont der Minister. Auch die Fachleute in seinem Haus zählen die Zabergäubahn zu den wenigen Schienenprojekten im Land, die wegen ihres Fahrgastpotenzials und ihrer verkehrlichen Bedeutung für eine Reaktivierung in Frage kommt.

 

„Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und attraktivere Mobilitätsangebote sind ein Standbein der neuen Verkehrspolitik im Land. Die Reaktivierung geeigneter alter Schienenstrecken ist daher ein großes Anliegen der grün-roten Landesregierung. Sofern die volkswirtschaftliche Bewertung positiv ausfällt und Landkreis und Kommunen an einem Strang ziehen, sehe ich keine Gründe gegen die Zabergäubahn“, freut sich Renkonen über die positiven Signale aus dem Verkehrsministerium. „Der Ball liegt nun im Feld des Landkreises und der Kommunen“, stellt der Verkehrspolitiker abschließend fest.