GRÜNE in Lauffen

Fragen und Antworten zur Ganztagesgrundschule

Unter folgendem Link steckt die Landesregierung Antworten auf relevante Fragen zur Ganztagesgrundschule zur Verfügung

 

http://www.baden-wuerttemberg.de/de/bw-gestalten/schlaues-baden-wuerttemberg/schule/ganztagsschule-faq/

KITA Ausbau in Baden-Württemberg

Der Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren kommt in Baden-Württemberg gut voran: Im letzten Jahr stieg die Zahl der Betreuungsplätze im Südwesten um 12,1 Prozent. Sie liegt damit über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,6 Prozent. Die Anstrengungen der Landesregierung und der Kommunen zum flächendeckenden Ausbau der Kita-Plätze zeigen also Wirkung.

In Baden-Württemberg wurden am Stichtag 1. März 2014 76.668 Kinder unter drei Jahren betreut. Das entspricht einem Zuwachs von 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2013: 68 367 Kinder). Damit liegt die Zuwachsrate der in einer Kita oder von einer öffentlich geförderten Tagesmutter oder -vater betreuten Kinder im Südwesten über dem bundesweiten Schnitt von 10,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

„Die positive Entwicklung beim Ausbau der Betreuungsplätze für unter Dreijährige ist ein großer Erfolg für die Familien und Kinder in unserem Land. Die große Kraftanstrengung der Städte, Gemeinden und Träger, die durch den ,Pakt für Familien mit Kindern‘ möglich wurde, ist deutlich zu sehen“, sagte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg.

Erfolg für die Kinder und Familien im Land

Die Landesregierung hat die Investitionen in die frühkindliche Bildung seit 2012 massiv erhöht. Mit einem finanziellen Kraftakt hat sie die Mittel für den Ausbau der Kleinkinderbetreuung gegenüber der Vorgängerregierung mehr als verdreifacht. Damit unterstützt sie die Städte und Gemeinden bei der Schaffung ausreichender qualitativ hochwertiger Betreuungsplätze. Seit 2014 beteiligt sich das Land zu 68 Prozent an den Betriebsausgaben für die Kleinkindbetreuung.

„Natürlich dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen, sondern müssen weitermachen“, machte die Staatssekretärin deutlich. Vor allem in den Großstädten und Ballungszentren gebe es noch einen großen Bedarf nach verlässlicher und guter Betreuung.

Gute Qualität in der Betreuung

Neben der Quantität ist die die Qualität der Betreuung zentral – und hier liegt Baden-Württemberg weit vorne. „Entscheidend ist die Qualität: Jeder geschaffene Platz muss ein guter Platz sein, egal, ob in der Kita oder in der Kindertagespflege", betonte v. Wartenberg.  Baden-Württemberg hat – so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung – den zweitbesten Betreuungsschlüssel aller Bundesländer: Im Südwesten kommt im Schnitt eine Erzieherin auf 3,3 Kinder, während im Bundesdurchschnitt eine Vollzeitkraft für 4,5 Kinder verantwortlich ist.

Besseres Lernen, mehr Bildungsgerechtigkeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Die Landesregierung baut das Ganztagsangebot an Grundschulen engagiert und zugleich flexibel aus. Zielmarke: 70 Prozent Ganztagsgrundschulen innerhalb von zehn Jahren. Wir haben mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann darüber gesprochen.

 

Aus Sicht von Kretschmann sprechen gerade pädagogische Gründe und bessere Lernergebnisse für den Ausbau der Ganztagsschule. „Man kann einfach mit einem rhythmisierten Lernen in einer größeren Zeit viel entspannter und auch fröhlicher Lernen“, sagte Kretschmann im Video-Interview. Zuvor hatte das Kabinett die gesetzliche Verankerung der Ganztagsgrundschule auf den Weg gebracht.

 

Außerdem sorge der Ganztagsunterricht für mehr Bildungsgerechtigkeit: „Wir wollen den Bildungserfolg eines Kindes von der Herkunft entkoppeln“, so Kretschmann. „Dafür sind Ganztagsschulen notwendig.“ Dazu kommt: Ganztags-Grundschulen verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

 

Große Freiräume für Kommunen, Schulen und Eltern

 

Bei der konkreten Ausgestaltung der Ganztagsschule vor Ort bekämen die Kommunen und Schulen große Freiräume, versichert Kretschmann. Sie entscheiden selbst, ob eine Schule zur Ganztagsschule wird. Und sie bestimmen die konkrete Form: Verbindliche oder freiwillige Ganztagsschule. Ganztagsangebot mit sieben oder acht Zeitstunden an drei oder vier Tagen in der Woche. Es besteht also eine „große Flexibilität“, macht der Ministerpräsident deutlich, so dass das Ganztagsangebot „je nach Nachfrage und Gegebenheit vor Ort angepasst und maßgeschneidert werden kann.“

 

Ganztagsschulen würden nicht von oben verordnet, sondern es gelte Wahlfreiheit. „Die Eltern sollen je nach dem Angebot vor Ort ihre Kinder dort hinschicken können, wo sie möchten“, betont Kretschmann.

 

Viele Eltern ließen sich jedoch von den Vorteilen der Ganztagsschulen überzeugen, wenn sie diese konkret erleben, ist sich der Ministerpräsident sicher. So müssten die Kinder keine Hausaufgaben mehr machen, wenn sie nachmittags aus der Schule kämen. „Sie stehen für Familie, Vereine und für Freizeit zur Verfügung.“ Damit sei die Ganztagsschule „ein familienfreundliches Konzept“.

 

Vielfältiger Unterrichtsalltag

 

Kretschmann lobt das rhythmisierte Lernen an der Ganztagsschule – also den Wechsel von Unterrichtsphasen, Bewegungspausen, musischen Phasen, Förderzeiten oder selbständigen Lernen über den Tag verteilt. „Hier kommt alte Satz von Pestalozzi sehr gut zum Ausdruck kommt: ‚Lerne mit Kopf, Herz und Hand’“, so der Ministerpräsident. 

 

Das Ziel der Landesregierung beim Ausbau der Ganztagsgrundschulen ist ambitioniert: Rund 70 Prozent der Grundschulen sollen bis in zehn Jahren ein Ganztagsangebot haben. Damit die Ganztagsschule dann „eher die Regel als die Ausnahme ist.“