Die Natur erhalten !

Lebensräume schützen, Artenvielfalt erhalten.

Ohne Bienen und Hummeln, die Pflanzen bestäuben, gerät das biologische Gleichgewicht aus den Fugen. Es ist notwendig, achtsam mit der Natur umzugehen, um ein gutes Leben für uns hier und für Menschen in allen Regionen der Erde zu ermöglichen. In Wäldern, Gärten und Streuobstwiesen liegen Paradiese der Artenvielfalt. Unsere einzigartige Kulturlandschaft bietet unverzichtbare Lebensgrundlagen, die wir erhalten wollen. Deshalb setzen wir uns unter anderem für pestizidfreie Kommunen ein. Wir stärken die ökologische und bäuerliche Landwirtschaft und sorgen für eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer kommunalen Flächen und Wälder. Um die Lebensräume von Tieren und Pflanzenarten zu schützen, wollen wir Landschaftsentwicklungsbereiche wie Gräben und Böschungen aufwerten und vernetzen.

Wir unterstützen ein generelles Verbot von Pestiziden wie Glyphosat oder ähnlichen gesundheits- und umweltschädlichen Mitteln. Die Verwaltung muß auch bei diesem Thema mit gutem Beispiel vorangehen. 

Hier ist Vielfalt Zuhause !

Zusammenhalt fördern, Offenheit leben!

Damit Vielfalt und Zusammenhalt gelingen, müssen alle an der Gesellschaft teilhaben können. Wer wenig Geld hat, muss ÖPNV, Schwimmbad, Bücherei, Kinderbetreuungsangebote, etc. vergünstigt oder kostenfrei nutzen können. Eine Neudefinition des Familienpasses am Beispiel der Stadt Heilbronn ist auch für Lauffen ein gangbarer Ansatzpunkt.

Wohnortnahe und niedrigschwellige Unterstützungsangebote im Alter, bei Behinderung oder Lebenskrisen müssen ausgebaut werden.

Damit Integration vor Ort noch besser gelingt, verstärken wir die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Ehrenamtlichen und sozialen Organisationen. Dies betrifft auch die ausländischen Mitbürger*innen, die bereits lange in Lauffen leben. Sie alle sind ein Teil von uns – WIR alle sind Lauffener*innen.

Die kommunale Verwaltung soll die Bürger*innen zu anstehenden Projekten frühzeitig informieren und anhören – auch online.

Ausschuss-Vorberatungen des Gemeinderates sollen weitgehend öffentlich sein.

Die von der grün-geführten Landesregierung eingeführte verpflichtende Beteiligung der Jugendvertretungen werden wir weiter engagiert umsetzen.

Die medizinische Versorgung in unserer Stadt muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gehalten und auf Sicht verbessert werden. Wir müssen alles dafür tun, dass Heilberufe durch interkommunalen Wettbewerb nicht in andere Kommunen „abwandern“.

Die Situation des Einzelhandels in unserer Stadt ist teilweise besorgniserregend. Wie müssen mit intelligenten Konzepten wie z.B. Zukunftsseminare der Stadt dafür sorgen, dass wir in allen Bereichen eine lebenswerte Stadt bleiben. 

 

Hier wird Zuhause bezahlbar !

Wohnraum schaffen, Lebensqualität sichern.

Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf – es ist ein Grundbedürfnis, das mit darüber entscheidet, ob wir Wurzeln schlagen und uns frei fühlen können. Bezahlbaren und passenden Wohnraum zu finden, kann eine große Herausforderung sein. Deshalb müssen Kommunen wie Lauffen stärker und direkter in den sozialen Mietwohnungsbau investieren und vorgeben, dass in neuen Baugebieten ein relevanter Anteil für mietpreisgebundene Wohnungen reserviert wird. Leerstand bedeutet Stillstand – mit einem Zweckentfremdungsverbot wollen wir auch in Lauffen Leerstand verhindern. Mit einer sozialen und ökologischen Ortsentwicklung wollen wir für einen lebendigen Ortskern, weiterhin vielfältige Kulturangebote und Barrierefreiheit sorgen und den Flächenverbrauch minimieren. So stärken wir Begegnung, Austausch und ein gutes Zusammenleben von Alt und Jung.

Konkret wollen wir in Lauffen das Ziel verfolgen, mit der kurzfristigen Schaffung einer ertragsneutralen städtischen Wohnbaugesellschaft dafür zu sorgen, dass Vermietung wieder bezahlbar wird!

Unser Fokus liegt auf dem Ausbau der innerörtlichen Bebauung. Es kann und darf nicht sein, dass viele Grundstücke (und Häuser) über Jahrzehnte dem Wohnbau entzogen werden und einem rein spekulativen Zwecke dienen.

Der Schaffung neuer Baugebiete stehen wir mit Skepsis gegenüber. Der Flächenverbrauch und die dauerhafte Versiegelung sind enorm. Sie sind ein Grund für unsere skeptisch/ablehnende Haltung, zumal es noch genügend freie, unbebaute Flächen in Lauffen gibt. Die Innenstadtentwicklung hat für uns Priorität.

Bei den neuen Wohngebieten der letzten Jahre fand aus unserer Sicht eine vernünftige Verkehrsleitplanung nur bedingt Berücksichtigung.

Vorhandenen und ggf. neuen Bebauungsplänen wollen wir mit einheitlichen Kriterien in der gesamten Stadt begegnen. Der spezielle Fokus liegt für uns auf Bau-Ökologie und energetischer Sanierung, aber auch auf einer konsequenten Entwicklung des Geschosswohnbaus. 

Bei der Planung von Mehrfamilienhäusern mit Tiefgaragen wollen wir verpflichtend auf die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge Wert legen. 

      

Hier sind Chancen Zuhause !

Bildung stärken, Perspektiven schaffen.

Wir wollen, dass jedes Kind die besten Bildungschancen hat – ob Cleverle oder Träumerle. Bildungserfolg darf nicht vom Elternhaus abhängen. Eine hervorragende frühkindliche Bildung hat für uns Priorität. Deshalb wollen wir den guten Personalschlüssel und eine hohe pädagogische Qualität in unseren Kitas sichern. Wir müssen aber auch noch mehr in Gebäude und Personal investieren, um mehr Betreuungsplätze für alle Altersstufen zu schaffen. Mit sozial gestaffelten Beiträgen wollen wir sicherstellen, dass Kitas für alle offen stehen. Unsere Schulen sollen eine attraktive Umgebung zum Lernen bieten. Deshalb wollen wir sie in Bezug auf Digitalisierung, individuelle Förderung und moderne Unterrichtsformen gut ausstatten und für gute Raumangebote sorgen. Wir wollen Freiräume schaffen für Jugendliche, aber auch für kreative und innovative Ideen in Kunst und Kultur.

 

Konkret fordern wir für Lauffen die Wiedereinführung von einkommensbezogenen und damit gestaffelten Gebühren für Kinderbetreuung U3/Ü3. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen sowie vielen Eltern und Erzieher*innen sind wir Grüne überzeugt: Beste Bildung braucht Qualität UND Gerechtigkeit. Deshalb wollen wir beste Kitas mit sozial gestaffelten Gebühren. Eine komplette Gebührenfreiheit halten wir für falsch, weil sie die Qualitätsentwicklung gefährdet und der Bildungsgerechtigkeit im Weg steht.

 

Wir wollen, dass durch Steigerung der Qualität die Kinder unserer Stadt die bestmögliche Förderung in den Kitas bekommen. Durch Investitonen in eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels, längere Öffnungszeiten, qualifizierte Sprachförderung sowie die Stärkung von Erzieher*innen durch Aus- und Weiterbildung sowie eine bessere Bezahlung wollen wir dieses Qualitätsziel erreichen und damit Kitas noch mehr von Betreuungseinrichtungen zu Bildungsorten machen.

 

Beste Bildung muss gerecht sein, denn gerade Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern profitieren besonders von guten Kitas und guter frühkindlichen Bildung. Mit einer gerechten sozialen Staffelung der Gebühren, die Familien mit geringen Einkommen entlastet, erreichen wir dieses Ziel. Zur Bildungsgerechtigkeit gehört auch, dass wir jedem Kind einen Kita-Platz anbieten können. Dafür müssen wir den Ausbau von Kitaplätzen weiter vorantreiben.

 

Die Bundesmittel nach dem "Gute-Kita-Gesetz" wollen wir in Absprache mit den Trägern für die Stärkung der Erzieher*innen verwenden. Wichtig ist dabei eine einheitliche Regelung der Leitungsfreistellung und damit für eine kluge Entlastung von Kita-Leiter*innen zugunsten pädagogischer und administrativer Planungsaufgaben.

 

Unsere Jugendlichen sollen durch die Schaffung eines Jugendhauses endlich einen Ort für Begegnung mit Gleichaltrigen in unserer Stadt bekommen.    

Hier ist gute Mobilität zuhause !

Nahverkehr ausbauen, nachhaltig weiterkommen

Zur Arbeit, in die Schule, in der Freizeit: Mobil zu sein ist wichtig, um das eigene Leben zu gestalten. Die Landesregierung wird deshalb den öffentlichen Nahverkehr sowie Rad- und Fußwege weiter ausbauen. Auch soll die ÖPNV-Offensive der GRÜN-geführten Landesregierung vor Ort fortgesetzt werden. Das ist gut für Menschen und für die Umwelt: So verringern wir Treibhausgase, schützen mit sauberer Luft die Gesundheit und ermöglichen Jung und Alt, verlässlich ohne Auto unterwegs zu sein. Im Verkehrskonzept unserer Landesregierung wird Verkehrs- und Stadtplanung integriert betrachtet, um für sichere und kurze Wege sowie Barrierefreiheit zu sorgen. Für mehr Elektromobilität wollen wir die Ladeinfrastruktur ausbauen.

Konkret fordern wir für Lauffen ein neues Citybuskonzept mit einer zweiten Buslinie und intelligenter Streckenführung, um so attraktive Alternativen zum Individualverkehr anzubieten. Mit dieser Maßnahme erreichen wir eine Verbesserung des örtlichen ÖPNVs und reduzieren den PKW-Individualverkehr in der Stadt. Parallel dazu wollen wir uns für die Einführung eines günstigen Jahrestickets für die City-Busnutzung einsetzen. All dies hilft uns, sicherere Schulwege für unsere Grundschüler zu schaffen. Flankiert werden sollen diese Ziele durch weitere Maßnahmen, wie z.B. die temporäre Sperrung von schulnahen Straßen.

Das Bürgerbüro sollte noch mehr die Funktion einer Mobilitätszentrale übernehmen. Beim Thema Car-Sharing gibt es in vielen Kommunen auch im ländlichen Raum bereits bestehende Beispielmodelle. Auch die Einführung eines kommunalen E-Bike Verleihs mit 4-6 Verleihstationen im Stadtgebiet ist denkbar. Wir wollen uns für eine deutliche Zunahme von sicheren Fahrradparkplätzen (Fahrradboxen) einsetzen. Eine sichere Aufbewahrung der immer teureren Fahrräder ist Bürgerwunsch. Bestehende Radabstellplätze können durch abschließbare Radanker/Radbügel ertüchtigt werden. 

Wir wünschen uns ein durchgehendes städtisches Radwegenetz - zur sicheren Verbindung zwischen den einzelnen Wohngebieten und zur Einrichtung von sicheren Radwegen für Schüler. Wo immer dies möglich ist, sollen Radspuren innerhalb der Stadt geschaffen werden. 

Wir plädieren für kommunale E-Mobilität: die Verwaltung soll auch bei diesem Thema mit gutem Beispiel vorangehen. Dies bedeutet, dass alle städtischen Fahrzeuge (außer Feuerwehr- und großen Bauhof-Nutzfahrzeuge)nur noch als E-Autos angeschafft werden. 

Unser Lauffener Bahnhof muss rasch barrierefrei werden. 

Wir wollen uns weiter für einen Beitritt in den Verkehrsverbund Stuttgart stark machen und unterstützen das Ziel eines Stadtbahnstrangs ins Zabergäu (Zabergäubahn).  

Wir wünschen uns eine konsequente Überprüfung der Barrierefreiheit in der Stadt mit dem Ziel, diese insgesamt zu erreichen. Bei dieser Überprüfung können auch bestehende  Gefahrenstellen für Fußgänger ermittelt und beseitigt werden. 

Hier ist gutes Klima zu Hause!

Energiewende schaffen, Umwelt erhalten.

Klimaschutz fängt in den Kommunen an. Nur vor Ort schaffen wir die Energiewende. 

Unser Ziel: Lauffen soll eine nachhaltige und klimaneutrale Stadt werden.

Zentraler Punkt dafür ist aus unserer Sicht die Schaffung eines/einer Klimamanagers/Klimamanagerin. Zum Aufgabengebiet gehören unter anderem

  • die Erschließung von Handlungsfeldern, Projekten und Maßnahmen für Klimaschutzaktivitäten der Stadt Lauffen
  • die Unterstützung bei der Vorbereitung/Konkretisierung kommunalpolitischer Vorlagen in Bezug auf Klimaschutz in unserer Stadt
  • das Erkennen und die Koordination von Förderanträgen
  • die Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanzierung im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landes Baden-Württemberg, umgesetzt auf die Stadt Lauffen
  • die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Klimaschutz/Klimawandel mit Beratungsleistungen für die Bürger*innen

So werden wir erreichen, dass ambitionierte Klimaschutzkonzepte und anspruchsvolle Richtlinien für energiesparendes Bauen umgesetzt werden (siehe dazu Themenbereich „Hier ist Zuhause bezahlbar“). Teil des Aufgabengebietes des Klimamanagers ist auch die Stärkung der ökologischen Kreislaufwirtschaft, um Rohstoffe zu schonen und Müll zu vermeiden.

Baden-Württemberg hat mit dem IEKK ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept. Als Teil der weltweiten Klimakoalition „under2“ tragen wir alle eine spezielle Verantwortung, die Klimawende rasch zu erreichen. Siehe hierzu auch https://www.under2coalition.org/sites/default/files/baden-wurttemberg-appendix-german.pdf

 

Kandidat*innen für die Gemeinderatswahl

Vorstellung unserer Kandidat*innen für die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019.

Lauffener Bürger beteiligen sich

Senden Sie uns Wünsche, Ideen, Anregungen, Fragen, Kritik per mail an info@gruene-lauffen.de